Abriss des Processus lateralis
Der Abriss des Processus lateralis des Sprungbeins (snowboardfracture) ist eine Verletzung, die zunehmend bei Wintersportaktivitäten auftritt. Das Problem ist, dass sie sehr häufig als Sprunggelenkszerrung nach Umknicktraumen verkannt und dementsprechend behandelt wird.
Bei Übersehen dieser Verletzung können fatale Folgen für das untere Sprunggelenk auftreten, da es mittelfristig durch die Inkongruenz im Bereich des unteren Sprunggelenks zu erheblichen Knorpelschäden kommt. Wenn möglich und erkannt, wird diese Verletzung immer operativ behandelt. Sehr kleinen Fragmenten werden ausgeräumt, während größere wieder angeschraubt werden.
Folgezustände übersehener Frakturen bedingen eine arthroskopische Arthrolyse des unteren Sprunggelenks (Arthroskopie des unteren Sprunggelenkes), bei der teilweise knorpelstimulierende Maßnahmen (Mikrofrakturierung) durchgeführt werden müssen. Einzelne Fälle, die sehr spät erkannt werden, haben eine Arthrose des unteren Sprunggelenks zur Folge, bei der eine Versteifung unumgänglich ist, um Schmerzfreiheit zu erreichen.

