Achillessehnentendinopathie
In diesen Fällen muss ein chirurgischer Eingriff erfolgen:
1) Endoskopische Technik
Bei Veränderung der Achillessehne, die noch eine mäßige Degeneration aufweist, wird nach dem Prinzip einer Heilstörung über zwei kleine arthroskopische Zugänge, die so genannten Neogefäße und eingewachsenen Nervenendigungen, die zum Einen die Degeneration unterhalten, zum anderen auch die Schmerzen bedingen, endoskopisch reseziert. Ferner werden nach vorhergehender Lokalisation der Degenerationen (Kernspintomographie) mit einem kleinen Messer eine so genannte "Hersage" (kleines Einritzen) durchgeführt und somit eine Regeneration der Sehne veranlasst.
Da zusätzlich häufig das Paratenon (Umhüllung der Sehne) zu Spannungszuständen führt, wird dieses mit kleinen rotierenden Messer entsprechend reseziert. Die endoskopische Technik weist aufgrund der kleinen Stichinzisionen eine sehr schnelle Rehabilitation und Wundheilung auf. Sie wurde 2008 von Prof. Thermann erstmals international veröffentlicht. Die bislang noch nicht zu lange währenden Ergebnisse zeigen jedoch sehr gute Erfolge mit schnellerer Rehabilitation in dieser Technik.
2) Offene Technik (bei massivsten Degenerationen mit Stabilitätsverlusten)
Bei massivsten Degenerationen und fast chronischen Rupturen ist mit einer endoskopischen Technik die zunehmende Instabilität der Sehne nicht behebbar. Von daher muss ein offener Zugang erfolgen. Hierbei wird alles schlechte Gewebe (entsprechend den braunen Stellen eines Apfels) entfernt. Es gibt hier sehr individuelle Techniken, um die Sehne zu rekonstruieren. Meistens wird zusätzlich ein "Stressbypass" durch eine Kordel gelegt, die körperfern durch das Fersenbein, sowie im oberen Anteil des Übergangs der Sehne zum Muskel verspannt wird, um somit die Belastung auf die Rekonstruktion der Sehne herauszunehmen. Aufgrund der Schwächung wird diese Achillessehnentendinose, die von der Stabilität her Ähnlichkeit mit einer Achillessehnenruptur hat, fast genauso nachbehandelt. Es muss hier nach einer kurzfristigen Gipsbehandlung zur Wundheilung wieder der Achillessehnenschuh angewendet werden, der für etwa 6 Wochen bleibt. Danach wird dann ein ausgiebiges Aufbautraining entsprechend der Wadenmuskulatur als auch der Beweglichkeit des Sprunggelenkes durchgeführt.
Bilder zur rekonstruktiven Technik als auch von der endoskopischen Technik

