Akute Verletzungen
Die operative Behandlung der akuten Achillessehnenruptur erfolgt durch eine perkutane Achillessehnennaht.
Hierbei wird durch jeweils zwei winzige Stiche oberhalb und unterhalb des Risses eine sich später wieder auflösende kräftige Naht (PDS-Kordel) in Form eines Rahmens mit einer Spezialnadel gelegt.

Perkutane Achillessehnennahttechnik nach Pässler (modifiziert d. Thermann)
Diese so genannte perkutane Nahttechnik wurde von Hr. Dr. H. H. Pässler bereits 1985 entwickelt.
Die Komplikationsrate durch auftretende Wundheilungsstörungen oder Infektionen ist im Gegensatz zum offenen Freilegen der Sehne außerordentlich gering. Sie ist daher auch besonders angezeigt, wenn die Sehnenenden sich bei der Spitzfußstellung unter Ultraschallkontrolle nicht ausreichend annähern.
Auch hier wird im Variostabil gipsfrei nachbehandelt. Der große Vorteil besteht in der frühen Belastbarkeit des Fußes bereits nach 1-2 Wochen sowie die Möglichkeit, den Schuh während der Nacht auszuziehen.
Durch ein frühzeitiges aktives Rehabilitationsprogramm noch im Variostabilschuh ab der 3. Woche ist der Muskelschwund gering und dadurch wird eine Einsteifung des Sprunggelenkes vermieden.

