Diagnostik

 

Unser Ziel ist eine umfassende und gründliche Diagnostik bei Ihrem Besuch in unserer Praxis

Messung der Kreuzbandstabilität

Mit Hilfe eines kleinen Messgerätes, dem so genannten Rolimeter oder KT-2000, kann die Verschieblichkeit des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel in leichter Beugestellung (Lachman-Test) und in 90° Beugestellung des Kniegelenkes (Schubladentest) in Millimetern erfasst werden. Dabei wird stets auch die gesunde Seite durchgemessen. Die Seitendifferenz der Messwerte ergibt einen Hinweis über den Grad der Kreuzbandinstabilität. Sowohl vorderes als auch hinteres Kreuzband lassen sich hiermit recht sicher beurteilen.
Da das Rolimeter sterilisierbar ist, wird es auch im OP verwandt, um das Knie in Narkose vor und nach der Kreuzbandersatzoperation zu vermessen. Dieses Verfahren stellt einen wesentlichen Beitrag zur intraoperativen Qualitätskontrolle dar.

Ganganalyse

Bei der Ganganalyse (Pedobarografie) werden in der Bewegung Belastungsdrücke unter der Fußsohle erfasst. Ein Computer-Softwareprogramm gibt die Möglichkeit einer umfassenden Analyse krankhafter und schmerzhafter Fehlbelastungen. Diese Aufzeichnungen ermöglichen dem orthopädischen Schuhmacher eine perfekte Anfertigung von Einlagen. Druckspitzen werden durch Bettung, Führung und Dämpfung aufgehoben bzw. reduziert. Zum anderen können diese Daten bei der präoperativen Planung richtungsweisend auf das optimale Operationsverfahren Einfluss nehmen. Bei der Ganganalyse wird an die Messplattform zusätzlich noch ein Videosystem gekoppelt, um Veränderungen des Gangbildes optisch darzustellen. 

Ergänzend zu den Untersuchungen in unserer Praxis besteht eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen spezialisierten Fachpraxen in der ATOS Klinik Heidelberg.

  

Modernste Bildgebung durch digitales Röntgen, Computertomographie, Kernspin

In der radiologischen Abteilung der ATOS Klinik stehen uns alle modernen Bildgebungsverfahren zur Verfügung. Am bekanntesten ist hierbei die Röntgendiagnostik einschließlich der Computertomo-graphie (CT) mit 3D Darstellungen. Diese klassischen Verfahren werden in jüngster Zeit zunehmend durch die strahlenfreie Kernspintomographie (NMR) ergänzt. Während mit der Röntgenuntersuchung und dem CT im wesentlichen nur Knochen dargestellt werden können, gelingt mit dem NMR auch die Darstellung von Muskeln, Sehnen, Bändern und sonstigen wichtigen Weichteilstrukturen.

Für manche Fragestellungen aus der Orthopädie kann man dennoch nicht auf die Röntgen-untersuchung verzichten. Dies gilt vor allem für Röntgenbilder unter Belastung oder für die Vermessung der Beinachsen. 

Kernspintomographie

Mit Hilfe unseres eigenen Arthro-NMR sind wir in der Lage, jederzeit eine Kernspintomographie im Bereich der Knie-, Sprung- oder Fußgelenke durchzuführen. Der Arthro-Scan umschließt nur das zu untersuchende Gelenk und ist besonders für Patienten mit Platzangst geeignet. Über 1200 Untersuchungen pro Jahr belegen die Expertise und Erfahrung in der Interpretation der Befunde. 

 

Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den spezialisierten Fachpraxen für Radiologie des ATOS Klink die kernspintomograpischen Untersuchungen des Hüftgelenkes inklusive Arthro-MRT durchgeführt. 

  

Sonographie (Ultraschall)

Krankhafte Veränderungen oder Verletzungsfolgen im Bereich der Weichteile (z.B. Muskel- oder Sehnenrisse, Cysten, Bandverletzungen) können schmerzfrei bei entsprechender Erfahrung des Untersuchers mit diesem modernen Verfahren auf dem Bildschirm dargestellt und auch ausgedruckt werden.
Der große Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass sowohl unter Bewegung der Gelenke, als auch unter aktiver Anspannung der Muskeln dynamische Untersuchungen möglich sind. Hiermit lassen sich wertvolle Informationen über das jeweilige Krankheitsbild gewinnen.

Prof. Thermann hat die Entwicklung der orthopädischen Ultraschalldiagnostik am Unterschenkel und Fuß, insbesondere bezüglich der Erkrankungen und Zerreißung der Achillessehne, maßgeblich mit beeinflusst. 

  

Intraoperative Diagnostik / Arthroskopie

Unter Arthroskopie versteht man die Spiegelung von Gelenken. Dieses Verfahren wurde schon 1931 von Burman, damals mit einem Cystoskop am Kniegelenk, in die Medizin eingeführt.
Den Einzug in den klinischen Alltag erlangte sie aber erst in den späten 70-er Jahren. Nach und nach wurden andere Gelenke in das diagnostische und operative Spektrum aufgenommen. Während am Anfang die Arthroskopie meistens nur diagnostischen Zwecken diente, erlangte sie aufgrund bedeutender technischer Fortschritte und dem Geschick und Einfallsreichtum "arthroskopischer Spezialisten", einen unersetzbaren Platz in der operativen Behandlung von Gelenkbinnenraumverletzungen und Veränderungen.

Der Vorteil der Arthroskopie liegt in der geringgradigen Verletzung durch die Operation (es werden nur kleine Stiche zum Einbringen des Arthroskopes benötigt) mit einer teilweise erheblich verkürzten Rehabilitationszeit. Spezialisten sind heute in der Lage schwierigste Operationen arthroskopisch hochpräzise durchzuführen. 

  

Arthroskopie des Hüftgelenkes

Die Arthroskopie des Hüftgelenkes wird in der Regel unter Zuhilfenahme eines Extensionstisches durchgeführt, da für diesen Eingriff der Hüftkopf aus der Hüftpfanne gezogen werden muss. Es werden häufig 2-4 kleine Stichinzisionen durchgeführt, so dass anschließend unter Röntgenkontrolle die Instrumente und die Kamera eingebracht werden können. Es werden spezielle Instrumente benutzt, die in dem sehr engen Gelenk eine Behandlung von Gelenkpathologien ermöglichen. Nach der Betrachtung und Behandlung des zentralen Bereiches in der Hüftpfanne wird die Spannung wieder gelöst, so dass der Hüftkopf wieder in der Hüftpfanne steht und das Gelenk leicht gebeugt wird. Dieses ermöglicht den Zugang zum peripheren Gelenkanteil, um eine Behandlung durchzuführen. 

  

Arthroskopie des Kniegelenkes

Die Arthroskopie des Kniegelenkes wird in der Regel in Blutsperre durchgeführt, um eine optimale Sicht für den Untersucher zu ermöglichen. Zwei kleine Stichinzisionen zur Einführung des Arthroskopes und der Arbeitsinstrumente sind notwendig. Die Untersuchung beginnt mit der Darstellung des Gelenkes zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen. Danach Einstellung des inneren Gelenkspaltes mit dem Innenmeniskus und der Knorpelflächen des Unterschenkel- und Oberschenkelknochens. Dann Zuwendung zum vorderen Kreuzband. Danach Darstellung des äußeren Gelenkspaltes mit dem breitflächigen Außenmeniskus und den korrespondierenden Gelenkflächen. Zum Schluss Einstellen des hinteren Kreuzbandes. 


Arthroskopie des oberen Sprunggelenkes

Da das obere Sprunggelenk ein enges Gelenk ist, muss zum Aufweiten eine Zugvorrichtung angelegt werden. Drei kleine Zugänge (Stichinzisionen) werden zentral, innen und außen durchgeführt. Zentral wird unser eigens dafür angefertigtes feineres Spezialarthroskop eingeführt, um somit den besten Überblick zu gewährleisten. 


Arthroskopie des unteren Sprunggelenkes

Die Arthroskopie des unteren Sprunggelenkes wird nur von wenigen Spezialisten durchgeführt, da es ein sehr kleines Gelenk ist, welches an den Operateur hohe technische Anforderungen stellt.
Zum Aufweiten muss auch hier eine Zugvorrichtung angelegt werden. Drei kleine Zugänge (Stichinzisionen) werden unterhalb des Wadenbeines (zentral) im hinteren und im vorderen Anteil des Gelenkes durchgeführt. Zentral wird das Spezialarthroskop eingeführt.


Arthroskopie des Großzehengrundgelenkes

Die Arthroskopie des Großzehengrundgelenkes wird ebenfalls nur von wenigen Operateuren routinemäßig durchgeführt. Hierbei finden sich meist Knorpelschäden, am häufigsten im Bereich des Köpfchens, wo eine Mikrofrakturierung durchgeführt werden kann. Ferner können Verwachsungen nach Operationen gelöst werden. Zum Dritten werden pathologische Zustände der Sesambeine (kleine Knöchelchen unterhalb der Zehen) die als Abstandhalter für die Beugung dienen, ähnlich der Kniescheibe am Kniegelenk, arthroskopisch behandelt.
Der Vorteile dieser Methode ist natürlich der kleine Eingriff, sodass die sofortige Rehabilitation mit vollständiger Bewegung beginnen kann und somit eine erneute Einsteifung durch Narbenbildung verhindert wird.

Unserer Klinik ist ein ausgewiesenes Zentrum für arthroskopische Operationen, wobei Prof. Thermann weltweit als Instruktor für spezielle Techniken im Bereich des Fußes und der Sprunggelenke tätig ist. Ferner läuft ein eigener Kurs zur Fortbildung in diesen speziellen Techniken. 

Die Arthroskopie der kleinen Gelenke, wie Sprunggelenke oder unteres Sprunggelenk erfordert völlig neue Instrumentarien, die von uns mit entwickelt werden. Hierbei bedingt die Dimension der kleinen Gelenke, dass man mit den Standardinstrumenten die zur Kniearthroskopie angewendet werden eine optimale Technik nicht erreichen kann. Dies führt dazu, dass die Arthroskopie des Fußes und der Sprunggelenke zum jetzigen Zeitpunkt nur wenig populär und verbreitet ist, da sie praktisch mit den großen Instrumenten in der Spitze der Technik nicht durchführbar ist. 


Arthroskopie von Sehnen, Schleimbeutel, Cysten

Die Spiegelung (Endoskopie) von Sehnen, Peronealsehne, Kniescheibensehne und angelagerten Schleimbeuteln sowie Cysten sind sehr seltene Indikationen. 

Die Entfernung eines Haglundsporns, die arthroskopische Durchtrennung der Plantarfaszie sowie die arthroskopische Spaltung der vorderen Muskelfaszie bei Schienbeinkantensyndrom sind weitere Indikationen unseres arthroskopischen Spektrums. 

 

 

  

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Zentrum für Hüft-, Knie- und
Fußchirurgie, Sporttraumatologie

Prof. Dr. med. Hans H. Pässler

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Siebold

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Chirotherapie

Prof. Dr. med. Hajo Thermann

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Fritz Thorey

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Spezielle Orthopädische
Chirurgie


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