Insertionstendinosis mit Haglundsporn

 

Ein weiteres wesentliches Problem ist die so genannte Haglundexostose, auch Haglundsporn genannt.
Hier kommt es zu einer knöchernen Ausziehung im Bereich der Insertion (Eintreten der Sehne in das Fersenbein). Dies führt zu einer schmerzhaften Schleimbeutelentzündung, einer Degeneration der Sehne und mit der Zeit zu einer Vergrößerung dieses Knochenspans, der wie eine Säge bei Hochziehen des Fußes (Dorsalextension) in die Sehne drückt.
Der Zustand lässt sich in der Regel nicht mit konservativen Möglichkeiten beheben, da ein mechanisches Problem vorliegt. Das Ziel der Operation ist somit die Entfernung des knöchernen Vorsprungs als auch die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels, sowie ein Debridement der Sehne, was bedeutet, das alle degenerativen Anteile mit entfernt werden.

Hierzu gibt es zwei Techniken:
1. endoskopische Calcaneoplastik
2. offene Technik

Unsere Klinik gehört zu den wenigen Kliniken international, die eine so genannte arthroskopische Calcaneoplastik durchführen. Dieses gilt für Zustände, in denen die knöchernen Veränderungen noch nicht zu weit fortgeschritten sind. Hierbei kann über zwei kleine Stichinzisionen - ähnlich wie bei der Arthroskopie des Kniegelenkes - der Schleimbeutel mit rotierenden Messern entfernt werden und mit Meißel und Kugelfräsen wird dann der Knochenüberstand (Haglundsporn) arthroskopisch reseziert.
Dieses hat natürlich den großen Vorteil, dass die Wunden sehr klein sind und der Patient nur kurzzeitig Schmerzen verspürt. Bei größeren Veränderungen des Knochens ist leider nur eine offene Resektion und ein Debridement möglich. Hierbei ist von einem stationären Aufenthalt von etwa 4 Tagen auszugehen. Der Patient bekommt für diesen Zeitraum eine Lagerungsschiene, auf der sofort die Bewegung im Bereich des Sprunggelenkes zur Dehnung der Achillessehne durchgeführt wird.
Aufgrund der Weichteilschwellung als auch zur Verbesserung der Schmerzsituation wird neben medikamentöser Behandlung eine Teilbelastung von 2-3 Wochen nach der Operation an Unterarmgehstützen mit 15 kg durchgeführt. Unabhängig davon läuft sofort ein intensives krankengymnastisches Übungsprogramm, was neben dem Stretching der Achillessehne auch das Stretching der gesamten Beugemuskelkette vorsieht. Im Hinblick auf die Wiedererlangung der Sportfähigkeit muss jedoch auch bei optimalem Verlauf von 4-5 Monaten gerechnet werden, bis Patienten wieder joggen oder andere sportliche Aktivitäten mit voller Intensität durchführen können.

Logo

 

Zentrum für Hüft-, Knie- und
Fußchirurgie, Sporttraumatologie

Prof. Dr. med. Hans H. Pässler

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Siebold

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Chirotherapie

Prof. Dr. med. Hajo Thermann

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Fritz Thorey

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Spezielle Orthopädische
Chirurgie


Bismarckstr. 9-15
D- 69115 Heidelberg
Tel: +49 6221 983 190
Fax: + 49 6221 983 199

TÜV Rheinland