Peronealsehne

 

1. Ruptur

Die Ruptur der Peronealsehnen ist sehr selten und wird daher häufig übersehen. Eine komplette Ruptur muss sofort operiert werden, da sonst die seitliche Fußhebung (Pronation) geschwächt ist und es somit mittelfristig zu einer Schiefstellung des Rückfußes kommt. 

2. Luxation
 
Im Bereich der Peronealsehnen haben wir drei verschiedene Probleme.
Das eine ist das Auftreten von Herausspringen (Luxation) der Peronealsehnen. Hier ist häufig ein Umknicktrauma vorausgegangen. Die Patienten können willkürlich durch Hochziehen des Fußes das Herausspringen der Peronealsehnen auslösen. Dieses ist dann mit der Zeit schmerzhaft und tritt unwillkürlich auf, so dass es zu einer großen Behinderung führt. Deswegen ist eine konservative Behandlung nicht möglich. Es muss eine Fesselungsoperation häufig, mit einem Knochenhautlappen durchgeführt werden, um somit die Sehne hinter dem Wadenbein zu fesseln.
Die Nachbehandlung ist in diesem Bereich natürlich eine Gipsbehandlung für 6 Wochen. Danach beginnt ein krankengymnastisches Übungsprogramm. In der Regel führt die Operation zum Wiedererlangen voller Sportfähigkeit.

3. Insertionstendinosen

Ähnlich wie bei der Achillessehne gibt es auch Insertionstendinosen der Peronealsehnen, die auch anfänglich natürlich mit Stretching und medikophysikalischer Behandlung behandelt werden. 

In Einzelfällen kommt es auch hier zu persistierenden Beschwerden. In diesem Falle muss ebenfalls eine Release-Operation im Bereich des Ansatzes der Peronealsehne an der Basis des 5. Mittelfußknochens durchgeführt werden.
Auch hier folgt eine Gips- und Orthesenbehandlung in einer Stellung, in der die Peronealsehne für 6 Wochen entlastet ist. Danach folgt eine Weiterbehandlung mit einem krankengymnastischen Übungsprogramm. Auch hier erreichen die Patienten in der Regel wieder volle Sportfähigkeit.

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Zentrum für Hüft-, Knie- und
Fußchirurgie, Sporttraumatologie

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