Revisionsoperation

 

Die meisten Revisionsoperationen sind auf erneute Unfälle, z.B. im Sport mit erneutem Riss der Kreuzbandrekonstruktion zurückzuführen. 

Leider hat die scheinbare Simplizität des arthroskopischen Verfahrens aber auch dazu geführt, daß viele unzureichend ausgebildete Chirurgen und Orthopäden sich an Kreuzbandoperationen heranwagen. Die Folge ist eine erschreckend hohe und ständig zunehmende Rate an operativen Fehlschlägen, die meist erst im Verlauf der Rehabilitation zu Tage treten. Dabei spielt die falsche Positionierung der Transplantatkanäle eine überragende Rolle. Fast immer liegt der Bohrkanal an Ober- und Unterschenkel zu weit vorne, womit das neue Kreuzband zu kurz wird und eine Streck- und Beugehemmung verursacht. 

Für eine erfolgreiche VKB-Ersatzoperation müssen einige wichtige Regeln beachtet werden:

1. Einbringen der Bohrkanäle präzise in das Zentrum des anatomischen Ansatzes
2. Sichere Befestigung des Transplantats                                                                                                        3. Ausreichend kräftiges Transplantat
4. Optimaler OP-Zeitpunkt                                                                                                                                5. Funktionelle Nachbehandlung ohne Immobilisierung

Der erneute Kreuzbandersatz (= Revisionsoperation) ist schwierig, da die alten Bohrkanäle die neue Verankerung des Transplantats behindern oder gar unmöglich machen und das alte Sehnen-Transplantat bereits verwendet wurde. Der Revisionsoperateur muss daher mit vielfältigen Techniken vertraut sein, um in Abhängigkeit von den bestehenden Verhältnissen die richtigen Entscheidungen zu treffen. In einigen Fällen ist die Verwendung eigenen Knochens z.B. aus dem Beckenkamm unumgänglich, um zunächst die alten Knochenkanäle aufzufüllen.
Daraus leitet sich die große Bedeutung für erstklassige anatomische Kenntnisse und operatives Know-How ab. Wir besitzen große Erfahrung mit einer Vielzahl von OP-Techniken und Transplantaten (Patellarsehne, Semitendinosussehne, Quadricepssehne, Spendersehne). Auch verfügen wir über ein selbst entwickeltes spezielles Instrumentarium zur schonenden Gewinnung von körpereigenem Knochen.

Logo

 

Zentrum für Hüft-, Knie- und
Fußchirurgie, Sporttraumatologie

Prof. Dr. med. Hans H. Pässler

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Siebold

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Chirotherapie

Prof. Dr. med. Hajo Thermann

Chirurgie - Unfallchirurgie -
Sportmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Fritz Thorey

Orthopädie - Sportmedizin -
Orthopädie/Unfallchirurgie -
Spezielle Orthopädische
Chirurgie


Bismarckstr. 9-15
D- 69115 Heidelberg
Tel: +49 6221 983 190
Fax: + 49 6221 983 199

TÜV Rheinland