Sehnentransfer
Aufgrund von Nervenläsionen, Fehlstellungen oder dem direktem Verschleiß sowie Durchtrennungen, können einzelne Sehnen und Funktionen des Fußes nicht aufrecht erhalten werden.
Das Paradebeispiel ist hier die Aufhebung der Fußhebung durch eine verminderte oder ausgefallene Funktion des Nervus peronaeus. Ferner bestehen andere neurogene Ursachen oder Nervenlähmungen, die zu einem Ausfall der Muskeln, und Sehnenfunktionen im Fuß führen. Nach Analyse der noch bestehenden Funktionen anderer Muskeln kann mittels eines gesunden Muskels bzw. einer gesunden Sehne die Funktion der Fußhebung wieder hergestellt werden.
In anderen Fällen kommt es durch Zerreißung der Beugesehne ( Sinus M. tibialis posterior ) zu einer Plattfußbildung.
Auch hier könnte durch einen Transfer einer kräftigen gut funktionierenden Sehne eine zunehmende Plattfußbildung und Fehlstellung des Fußes verhindert werden.
Die Nachbehandlung eines Sehnentransfers besteht in einer Gipsbehandlung für 6 Wochen, da die Sehne erst wieder in den neuen Knochenanteil einheilen muss.

